Hyperpigmentierungen nach Entzündungen durch Akne

von | 27.03.2016 | Begleiterscheinungen, PostSlider

PIH ist eine Abkürzung für postinflammatorische Hyperpigmentierungen. Es handelt sich dabei um dunkel oder rötlich verfärbte Stellen, die auf den von Akne betroffenen, schon abgeheilten Hautpartien verbleiben.
Neben Narben sind diese postinflammatorische Hyperpigmentierungen (PIH) eine weitere Folgeerscheinung von Akne-Erkrankungen. Sie entstehen durch Ablagerungen des Pigments Melanin während der Entzündungsphase. PIH betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Dunkelhäutige Menschen sind aufgrund einer generell ausgeprägteren Pigmentierung der Haut in der Regel stärker betroffen.

Die schrittweise Vorbeugung gegen PIH bei Akne

Schritt 1, Aknetherapie:
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von PIH ist eine effektive Aknetherapie, durch die der Entzündungsprozess zum Stillstand gebracht wird. Denn die entzündeten Pickel führen zu verstärkter Pigmenteinlagerung und dadurch zu einem unregelmäßigen Hautbild.

Schritt 2, UV-Schutz bei Akne:
Neben der chronischen Entzündung bei Akne und unreiner Haut ist die UV-Strahlung der Sonne ein wesentlicher Faktor in der Entstehung der PIH. Darum muss die Haut bei Akne mit einem konsequenten Lichtschutz (UV-Schutz) durch Sonnenschutzprodukte oder Tagescremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) geschützt werden. Diese sollten während Behandlung bereits bestehender PIH und zu deren Vorbeugung angewandt werden. Mehr über Sonnenschutzprodukte bei Akne und unreiner Haut erfahren Sie hier.

Schritt 3, Behandlung der bestehenden PIH mit B-Resorcinol

Eine örtliche (topische) Behandlung von bereits bestehenden Hautflecken nach Akne (PIH) ist auch mit geeigneten Präparaten in Form von Cremes und anderen Hautpflegeprodukten möglich. Die Substanzen, die die Melaninsynthese in den Melanozyten hemmen und so die Bildung von Pigmenten verhindern, sind z.B. B-Resorcinol oder Azelainsäure. Dadurch können die Pigmente in der Haut abgebaut werden, und die Pigmentflecken verblassen nach und nach. Der Wirkstoff B-Resorcinol ist in diesem Zusammenhang hochwirksam und weist eine gute Hautverträglichkeit auf. Mehr über die Forschung um B-Resorcinol gegen Pigmentflecken erfahren Sie hier.

Behandlung von Pigmentflecken nach Akne mit Laser

Melaninbedingte Hyperpigmentierungen nach Akne und unreiner Haut lassen sich unter Umständen durch den Einsatz verschiedener Pigmentlaser oder Blitzlampen verbessern. Durch unterschiedliche Wellenform, Pulsform und Stärke des Lichts werden bestimmte Zellen, in diesem Fall die Pigmentzellen, erhitzt und beschädigt (Photothermolyse). Der Körper löst die Rückstände dann auf. Flächige Verfärbungen können so aufgehellt werden.
Nachteil: Die Therapie von Hyperpigmentierungen nach Entzündungen der Haut durch Akne (PIH) mittels Laser hat jedoch ein grundsätzliches Manko. Der Laser verursacht, wenn auch nur im geringen Umfang, eine Verletzung des Gewebes. Das kann dann zu Entzündungen führen und wiederum zu einer Verstärkung der PIH – also das Gegenteil des erwünschten Resultats.

Behandlungsmöglichkeiten

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